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Inkbird ITC 2000 Einstellungen / JBL PROTEMP e300 / Grundeinstellung Lindr bei tiefen AuĂźentemperaturen

Inkbird ITC 2000 Einstellungen / JBL PROTEMP e300 / Grundeinstellung Lindr bei tiefen AuĂźentemperaturen 

Ziel ist, den Gärbehälter ZKG 100 140 V2 von Edgar Wagner zur Gärung eines Maibocks mit der untergärigen Hefe W-120 optimal einzustellen – auch um relativ kostengĂĽnstig (wenig Energie) zu arbeiten. 

Es herrschen zur Zeit Außentemperaturen zwischen 0 und 12°C. Dies bedeutet, daß der ZKG beheizt werden muß und das Lindr AS-40 Glycol Green Line Kühlaggregat nur die Kühlflüssigkeit in Zirkulation bringen muß.

Lindr an Dauerstrom angeschlossen.

Heizung

Zum Aufheizen wird der JBL PROTEMP e300 eingesetzt. Dieser ist ein AuĂźenheizer fĂĽr SĂĽĂźwasser-Aquarien von 90 bis 300 Liter.

Ausschalten KĂĽhlung

Die Kühlung des Lindr schaltet man aus, in dem man die Temperatur auf 35° C einstellt. 

Gärungsemperaturen der Hefe W-120

Für die W-120 Hefe gibt es unterschiedliche Temperatureinstellungen für die Gärung zu beachten:

  •  Primär — 12 °C — 3 Tage
  •  Primär — 14 °C — 3 Tage
  •  Primär — 17 °C — 3 Tage
  •  Sekundär — 5 °C — 5 Tage
  •  Cold Crash — 0 °C — 2 Tage

Bevor man auf die 17° Rast geht, sollte man 50% Vergärung erreicht haben. 

Ich nehme jetzt einmal die 14° Rast um die Einstellungen zu dokumentieren. 

Zur Steuerung der Komponente Aquariumheizung setze ich den Inkbird ITC-2000 ein. 

Die Tastenfunktionen des Bedienteils sind wie folgt:

Bedienfunktionen des Inkbird ITC-2000

Folgende Optionen stehen zur VerfĂĽgung:

Einstellungs-MenĂĽ des Inkbird ITC-2000

Hier werden Vorgaben des Auslieferungszustandes gezeigt. 

Durch DrĂĽcken der Ein/Aus Taste kann man die Eingabe abspeichern und zur normalen Anzeige zurĂĽckkehren.

Ich habe nur drei Optionen verändert. Einmal für die Heizung (Heating) und einmal für die Kühlung (Cooling).

Um in den Programmierstatus zu kommen, muĂź die Taste Set 3 Sekunden gedrĂĽckt werden. Dann erscheint immer zunächst TS. 

Ich empfehle mit dem Parameter HC zu beginnen. Mit den Plus oder Minus Tasten zum Parameter springen. Bei der Auswahl die Set Taste drĂĽcken. Dann mit Plus und Minus den Wert wählen und mit der Ein/Aus Taste immer bestätigen. Speichert sonst nicht! 

  •  HC => H 
  •  TS => 13,5
  •  DS => 0
  •  HC => C
  • TS => 14,5
  • DS => 0

Bedienungsanleitung des Inkbird ITC-2000

Dies ist sicherlich nicht der perfekte Weg, aber er funktioniert.

Folgendes habe ich gelernt:

  • Wie schalte ich die KĂĽhlung beim Lindr Aggregat aus?
  • Wie manipulieren ich den Inkbird ITC 2000?
  • Welche Taste speichert meine Eingaben?
  • Welche Parameter sind ausschlaggebend?
  • Welche Parameter sind während der Gärung zu verändern?

Ich danke Wolfgang, Edgar und Stephen fĂĽr die UnterstĂĽtzung.

Zuwachs im Edelstahlsortiment beim Hopfen-Kessel: Der ZKG ist da !

Wir haben eine Weile darauf gewartet und umso größer ist jetzt die Freude: Der lang ersehnte ZKG ist angekommen.

Ab sofort können wir in einem Edelstahl Tank unsere Biere vergären. Mit genauer Temperaturführung und Druck-Kontrolle. Das verspricht bessere und wiederholbare Ergebnisse.

ZKG steht fĂĽr „zylindrokonischer Gärtank“ – ein groĂźer, doppelwandiger zylindrischer Tank, der unten eine konisch zulaufende Spitze hat. Der Tank ist druckdicht verschlieĂźbar und hat eine Menge AnschlĂĽsse, um Druck und Kohlensäure im Zaum zu halten und durch eine Art Schleuse die spätere Zugabe von Zutaten (kalt hopfen) zu ermöglichen.

Einmal alle AnschlĂĽsse auf einen Standard umbauen

Jedes mal sucht man wieder einen Adapter, um von Gewinde A auf Anschluss B zu kommen. Der Schlauch ist zu kurz, die Ăśberwurfmutter paĂźt nicht. Was auch immer – es nervt irgendwann.

Und heute war dieser Tag, wo wir dann kurzerhand mal alle AnschlĂĽsse auf einen Standard umgebaut haben. Wir mussten nicht mal irgendwas dazu kaufen – es war einfach alles vorhanden.

Kreative Schaffenspause

Den Winter haben wir fĂĽr eine kreative Schaffenspause genutzt. Irgendwann muss man ja das ganze gebraute Bier auch mal trinken. Dann sind wir losgezogen und haben uns fĂĽr eine neue Brauanlage interessiert. Diese und jene angesehen – erst im Internet und später dann live vor Ort. Mit vielen Leuten gesprochen, Preise verglichen und ĂĽberlegt, was wohl das Richtige fĂĽr unser schönes Hobby sein mag.

Die Entscheidung war nicht enfach: Nehmen wir eine 70 Liter Anlage, eine 100er oder 150 Liter? Und muss es Gas sein, oder geht es auch mit Strom? Gasbrenner im Keller und der viele Nebel dazu – geht das?
Wir habens probiert mit einem 14kW Brenner und einem 100 Liter Topf. Es geht nicht. Und es ist auch zu gefährtlich.
Also neuen Ort suchen. Das ist jetzt Teil vom ĂĽberdachten AuĂźengelände. Andere Leute wĂĽrden vielleicht „Garage“ sagen – oder Carport.

Da musste dann Wasser und Strom hin gelegt werden in ausreichender Dimensionierung.

Letztlich entschieden haben wir uns fĂĽr eine 100 Liter Anlage – gebaut von einem, der was davon versteht und quasi jeden Tag Brauanlagen unterschiedlicher Art und Größe herstellt. Wir haben es gesehen: Paletten voller Edelstahl Teile, Kisten mit Ventilen, Rohren und Bögen, eine groĂźartige Werkstatt und ein Metallbau Experte, der auch noch Hobbybrauer ist. Was kann einem besseres passieren?

Also wurde in den letzten Monaten die Anlage gebaut mit zwei 100 Liter Töpfen zum Kochen und Läutern mit eingebauten Bodenabflüssen und eingelegtem Läuterboden. Dann noch ein 70 Liter Topf für den Nachguss. Dazu zwei 14kW Hockerkocher. Das Rührwerk haben wir uns selbst gebaut mit einem starken VW Scheibenwischer Motor. Dazu noch ein paar Schläuche, Eimer und Pumpe für 100° heiße Lebensmittel und schon kanns losgehen.

So ganz nebenbei mussten wir auch noch die Biere fĂĽr die Brauschau 2018 brauen – aber dazu in einem anderen Artikel mehr.

Hendi Platte am Energiezähler

Technik in Action. Die Hendi zieht ganz ordentlich Energie. Fast 15A und knapp unter der Nennleistung von 3,5kW.

 

Nachdem der Sud jetzt durch ist und wir ablesen können, was so an Energie gebraucht wurde, sind wir dann – nur fĂĽr die Hendi ohne den anderen Kocher und das RĂĽhrwerk – schonmal bei entspannten 6288 Wh, also knapp 6,3 kWh.

Zuwachs in der Technik

Irgendwie ist unser Kocher nicht mehr so fit. Ein Jahr Bier brauen, und schon macht die anfänglich ordentliche Technik schlapp. Also muss jetzt eine Hendi Platte her, eine Temperatursteuerung aka Inkbird ITC-310T-B und schon kann der Brauspaß weitergehen. Mit dem Inkbird kann man dann die Rasten bei der Maische wunderbar in Temperatur und Dauer steuern.

Tja, leider kann der Inkbird nur 10A schalten. Die Hendi hat aber 3,5 kW – also fast 16A zu schaltenden Strom.

Daher muss noch ein SchĂĽtz dazwischen, das dann auch 16A unter Last schalten kann. Ab in die Werkstatt und ein paar Teile zusammengesucht:

  • Ein kleines Gehäuse – (leicht verstaubt) âś”
  • Ein SchĂĽtz – (schon älter, aber noch gut) âś”
  • Ein paar Kabel âś”
  • Ein paar dicke Kabel (auch 2,52 genannt) âś”
  • Eine Einbausteckdose âś”
  • und Amazon lieferte noch gerne einen Energiezähler fĂĽr kleines Geld dazu 🙂

Jetzt noch fix zusammenbauen.

Stufe 1:

Erstmal das Schütz im Gehäuseboden verschrauben. Dann die Aussparungen für den Energiezähler und die Steckdose in den Deckel fräsen. Ergebnis schon ganz ordentlich:

Stufe 2:

Jetzt die Verkabelung einbringen und die Kontrollleuchte einbauen. Fertig.
Funktionstest mit einem 2kW HeizlĂĽfter sieht schon gut aus:

Und komplett fertig zusammengebaut – ready to brew:

Jetzt freue ich mich schon auf Morgen. Wer weiß, vielleicht wird es die erste automatisierte Maische bei uns im Braukeller 🙂

Neu gebraut: Bruder SpĂĽlwasser II

Das Ergebnis vom letzten Brauvorgang des Bruder SpĂĽlwasser hat uns und alle, die es probieren dĂĽrften, so ĂĽberzeugt, dass wir es nochmal ansetzen. Diesmal werden wir allerdings Magnat Hopfen verwenden statt des eigenen Hopfens aus dem Garten.

Und zum ersten mal verwenden wir unser neues RĂĽhrwerk – das spart doch eine Menge Arbeit und trägt enorm zur Entspannung beim Brauen bei. Neben der Verköstigung der letzten vorhandenen Vorräte. Wird also dringend Zeit.

Das rĂĽhrt doch ganz enorm. Die Maische sieht super aus …

 

Hier nun das Rezept:

Bruder SpĂĽlwasser
Belgisches Blonde Ale
fĂĽr 25 L AusschlagswĂĽrze bei 67% Sudhausausbeute
Erstellt von: flying am 22.12.2011

StammwĂĽrze: 14.4% | Bittere: 29 IBU | Farbe: 13 EBC | Alkohol: 6.5 %

Belgisches Blondes a la Trappist. Der Haustrunk der Mönche.

BRAUWASSER
Hauptguss: 19 L
Nachguss: 19 L
Gesamt: 38 L

SCHĂśTTUNG
Pilsner Malz: 4.9 kg (72.9%)
MĂĽnchner Malz: 870 g (12.9%)
Kandiszucker (Original: Grafschafter Karamellsirup): 960 g (14.3%)
Gesamt: 6.73 kg

MAISCHPLAN:
Einmaischen: 74 °C
1.Rast: 69 °C für 90 min
Abmaischen: 70 °C

WĂśRZEKOCHEN:
WĂĽrzekochzeit: 80 min
Vic Secret (Original: Hallertauer Tradition): 23 g, 8% α-Säure , 60 min
Saazer: 34 g, 3,7% α-Säure , 20 min
Frischgeschroteter Koriander: 12 g fĂĽr 10 min mitkochen

GÄRUNG UND REIFUNG:
Hefe: Safbrew S-33 (Original: Wyeast 3787 Trappist High Gravity)
Gärtemperatur: 19-21 °C
Endvergärungsgrad: 80%