Was gibt es Schöneres als einen Brautag im Frühling? Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen um die 20 /22° zeigt sich der April heute von seiner allerbesten Seite – ideale Bedingungen also, um den Kessel anzuwerfen und gemeinsam ein neues Rezept zum Leben zu erwecken.

Heute wird ein ganz besonderer Sud auf dem Plan: ein Cold IPL – frisch, modern und mit spannender Aromatik. Mit dabei: eine großartige Brew-Crew und tatkräftige Unterstützung von Stephen. Genau so macht Brauen Spaß!

Die Schüttung für dieses Rezept ist bewusst hell und ausgewogen gehalten:
- 51 % Pilsener Malz
- 43 % Pale Ale Malz
- 6 % Cara Belg

Mit dieser Schüttung schaffen wir eine schöne Balance aus schlanker Basis, leichter Malzsüße und einem Hauch von Komplexität.

Beim Einmaischen wird es etwas knapp: Die 25,6 kg Malz auf 80 l passen erst nicht in den Malschekessel. Aber mit einem kleinen Trick können wir doch komplett einmaischen und erreichen perfekt die Einmaischtemperatur von 57° für die erste Rast.
Die zweite Rast mit 64° läuft eine Stunde. Perfekt für das Mittagessen. Anschließend geht’s über 68° und 72° zur Abmaischtemperatur von 78°.

Nach der letzten Rast läuft die Maische in den Läuterbottich, wo sich der Treber als natürlicher Filterkuchen absetzt.
Mit etwas Geduld und dem richtigen Fingerspitzengefühl konnten wir die Würze am Ende dazu bringen doch noch abzulaufen.
Richtig spannend wird es beim Hopfen: Insgesamt acht Hopfengaben von der Vorderwürze bis zum Whirlpool sorgen für ein vielschichtiges Aromaprofil. Mit dabei sind heute Magnum für die Bittere sowie Cascade NZ, Azacca und Pacifica für fruchtige, florale und leichte Zitrus Noten.

Nach der Hauptgärung wird zusätzlich mit den gleichen Aroma-Hopfen kalt gestopft, um die Aromen noch einmal richtig zum Strahlen zu bringen.
Auch das Brauwasser wurde heute gezielt vorbereitet. Mit der Zugabe von Calciumsulfat (CaSO₄), Natriumchlorid (NaCl) und etwas Milchsäure wurde das Wasserprofil optimal auf ein helles, hopfenbetontes IPL abgestimmt – ein oft unterschätzter, aber entscheidender Schritt für das Endergebnis im Glas.
Zwischen dampfendem Kessel, Hopfenduft und guter Stimmung wird wie immer viel gelacht, gefachsimpelt und natürlich auch das ein oder andere Bier verkostet. Genau diese Mischung macht für uns den Reiz des Hobbybrauens aus: Handwerk, Kreativität und Gemeinschaft.

Jetzt heißt es Geduld haben und die Hefe ihre Arbeit machen lassen. Wir sind schon jetzt gespannt, wie sich das Cold IPL entwickeln wird – die Voraussetzungen könnten jedenfalls kaum besser sein.
Ein rundum gelungener Brautag – so darf der April gerne weitermachen! 🍻






























