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Fehlaromen im Bier erkennen – ein Erlebnisbericht vom Seminar der Braufreunde Münster

Als Hobbybrauer sind wir ständig auf der Suche nach Wegen, unsere Biere noch besser zu machen. Dabei führt kein Weg an einem Thema vorbei, das ebenso spannend wie unangenehm ist: Fehlaromen.

Was macht den Unterschied zwischen einem runden, ausgewogenen Bier und einem Sud, bei dem man unwillkürlich das Gesicht verzieht? Um das herauszufinden, haben wir am 08. Februar 2025 am Fehlaromenseminar der Braufreunde Münster teilgenommen – und es war eine absolut lohnende Erfahrung.

Theorie trifft Praxis – und die Nase

Das Seminar war zwei Hobbybrauern aus unserem Verein hervorragend organisiert und bot einen gelungenen Mix aus fachlicher Einführung und praktischer Verkostung. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in die Entstehung typischer Fehlaromen ging es direkt ans Eingemachte – oder besser gesagt: ans Eingeschenkte. Zwölf verschiedene Aromen, von Diacetyl über DMS bis zu Isoamylacetat, wurden gezielt in ein neutrales Bier eingebracht. So konnten wir riechen, schmecken und lernen, die einzelnen Fehlnoten gezielt zu erkennen.

Was uns besonders beeindruckt hat, war die Sensibilisierung der Sinne. Einige Aromen waren uns aus eigenen Erfahrungen vertraut – aber wir hätten sie vorher nie so klar benennen können. Der Aha-Effekt war groß, und mit jedem neuen Sample wuchs unser Verständnis dafür, wie wichtig sauberes Arbeiten, Hygiene und eine kontrollierte Gärung sind.

Gläser mit Bier, das mit Fehlaromen versetzt wurde und Wasser zum Neutralisieren des Geschmacks.
Fehlaromen sind kein Vergnügen für Zunge und Gaumen

Gemeinschaft und Austausch

Neben dem fachlichen Input war auch der Austausch mit den anderen Hobbybrauern ein echtes Highlight. Es tat gut, sich offen über eigene „Fehlversuche“ austauschen zu können, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen – ganz ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit viel Humor und frisch erworbenem Fachwissen.

Fazit: Pflichtprogramm für ambitionierte Hobbybrauer

Das Fehlaromenseminar war für uns eine der lehrreichsten Stationen auf dem bisherigen Brauweg. Wer ernsthaft braut und seine Sinne schärfen möchte, dem kann ich eine solche Veranstaltung nur empfehlen. Die Braufreunde Münster haben hier schon zum wiederholten Male ein Format geschaffen, das Wissen vermittelt, Spaß macht und den Blick fürs Detail schärft.

Mehr Informationen zum Seminar findet ihr auf der offiziellen Webseite:
👉 Fehlaromen-Seminar am 08.02.2025 – Braufreunde Münster

Zweites Bier auf Basis des eigenen Hopfens

Laut Brau-Plan ist jetzt „Cascade Garden“ dran:

Cascade Garden

Mild Ale für 28 L Ausschlagswürze
Erstellt von: Thomator am 31.12.2012
Stammwürze: 13.6% | Bittere: 26 IBU | Farbe: 15 EBC | Alkohol: 5.8 %
Mildes Pale Ale mit Cascade aus eigener Ernte

BRAUWASSER

Einmaischwasser / Zubrühwasser: 22.5 L
Nachguss: 18 L
Gesamt: 40.5 L

SCHÜTTUNG

Wiener Malz: 2.1 kg
Münchner Malz: 2.4 kg
Best Pale Ale: 0.8 l
Gesamt: 5.3 kg

MAISCHPLAN:

Einmaischen in 22.5 Liter Wasser (70 °C), ergibt 68 °C → 60 min rasten
Abmaischen bei 68 °C

WÜRZEKOCHEN:

Würzekochzeit: 70 min
Eigener Hopfen (Sorte noch unbekannt): 36 g, α-Säure auch unbekannt, 60 min
Perle: 6 g, % α-Säure, 30 min
Eigener Hopfen (Sorte noch unbekannt): 180 g, α-Säure auch unbekannt, 10 min
Eigener Hopfen (Sorte noch unbekannt): 200 g, α-Säure auch unbekannt, 0 min

GÄRUNG UND REIFUNG:

Hefe: Fermentis Safale US-05
Gärtemperatur: 18 °C
Endvergärungsgrad: 82%
Karbonisierung: 5 g/l

Angelehnt an das Original-Rezept bei Maische, Malz und mehr…

 

Invert – Zucker Herstellung

Frei nach Jean Pütz (HobbyTiP) mit zusätzlichen Tips

1,6 l Wasser, 800 g Traubenzucker und 1,5 TL Weinsteinsäure miteinander in einem großen Topf verrühren. 90 Minuten bei 70­-80° erwärmen (Wasserbad oder Herd). Gelegentlich durchrühren. 1,5 TL Natron nach 90 Minuten hinzufügen. Dadurch wird die Weinsteinsäure neutralisiert. Das ist eine chemische Reaktion bei der sich Schaum bildet. Daher der große Topf. Umrühren. Anschliessend den Zucker erkalten lassen. Kann dann in Flaschen abgefüllt werden. Er bleibt zähflüssig.

Kann man hervorragend zur Karbonisierung verwenden…

 

Website ist fertig

WordPress anwerfen und die Webseite herrichten war mal angesagt. Ausnahmsweise heißt es mal nicht „Bier ist fertig“ oder „lass uns mal einen neuen Sud ansetzen“ sondern „Website ist fertig“. Zumindest mal eine erste Fassung, die auch schon ein wenig was hermacht.

Food Fotografie müssen wir trotzdem noch lernen. Zumindest für Bier in Flaschen und Gläsern. Das ist eher so Uli's Thema – der hat auch passendes Equipment. So lange behelfen wir uns mit den guten alten iPhone Fotos. Für einige DInge gibt's auch verwendbare Fotos unter passender Lizenz.

Ich baue dann noch ein wenig am Code rum, bis mir alles gefällt. Die Domain muss noch einen Mailserver bekommen und Accounts müssen noch eingerichtet werden.

Wird nicht langweilig, auch ohne dass man gerade in der Maische rührt 🙂